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BAD HERSFELD (ots) - Polizeipräsidium Osthessen warnt nochmals vor einer Erpressungsvariante durch Schadsoftware

Posted by Jürgen (jbäuml) on Jul 30 2011 at 02:43
Regional-Hessen-NEU >>

 

BAD HERSFELD (ots) - Polizeipräsidium Osthessen warnt nochmals vor einer Erpressungsvariante durch Schadsoftware

 

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Erpresser missbraucht Polizei-Logos

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Gleich zwei Fälle von Internetkriminalität beschäftigten die Polizei im Landkreis Hersfeld-Rotenburg und das Internetkommissariat (ZK 50) in Fulda. Zunächst rief am Sonntagabend, 24.07.11, ein besorgter 50jähriger Mann aus Wildeck und am Mittwochabend, 27.07.11, eine 39jährige Frau aus Bad Hersfeld bei der Polizei an. In beiden Fällen hatten sich die beiden Internetnutzer einen Virus auf ihren Computern eingefangen.

 

Das Polizeipräsidium Osthessen warnt nun noch einmal Internetuser vor einem aggressiven Computervirus. Das Bundeskriminalamt (BKA) hatte bereites Anfang April 2011 eine entsprechende Warnmeldung veröffentlicht. Die Schadsoftware lädt sich automatisch beim Surfen im Internet herunter und installiert sich dann selbstständig auf dem infizierten Computer. Nach der Installation öffnet sich ein bildschirmfüllendes Pop-Up-Fenster. Der darin erscheinende Text behauptet, dass der Computer an strafbaren Handlungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Verteilung kinderpornografischen Materials sowie dem Versand von E-Mails mit terroristischem Hintergrund beteiligt gewesen sein soll. Bei diesem Phänomen handelt es sich um einen Trojaner, den sich der Betroffene über das Internet, wie auch immer, eingefangen hat. Dieser verhindert die weitere Nutzung des Computers.

 

Zur Entsperrung soll der Benutzer des Computers nunmehr binnen 24 Stunden eine "Strafe" in Höhe von 100 Euro mittels des digitalen Bezahldienstes "uKash" entrichten. Sollte der geforderte Betrag nicht entrichtet werden, würde die Festplatte des Computers gelöscht werden.

 

Das Pop-Up enthält zur weiteren Untermauerung der Authentizität der Meldung Angaben über den betroffenen Computer, dessen Betriebssystem sowie der verwendeten IP-Adresse und dessen Provider. Nach den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei existiert das Phänomen seit Februar 2011 in mehreren Wellen. Die Angriffe auf Internetrechner in Deutschland erfolgen demnach von Rechnern in Osteuropa.

 

Besonders dreist: Um den Eindruck einer polizeilichen Handlung zu erwecken bzw. zur Bekräftigung der Drohung nutzen die Täter rechtswidrig die Logos des Bundeskriminalamtes und der Bundespolizei sowie von verschiedenen bekannten Antiviren-Herstellern.

 

Weder das Bundeskriminalamt noch die Bundespolizei sind Urheber einer solchen Meldung. In dem vorliegenden Fall handelt es sich um einen Betrugsversuch. Die Polizeien in Deutschland nutzen in keinem Fall Pop-Up-Fenster, in denen zur Zahlung bestimmter Beträge aufgefordert wird.

 

Die Polizei rät:

 

Internetuser, die eine derartige Pop-Up-Meldung auf ihrem Computer erhalten, sollten den geforderten Betrag auf keinen Fall bezahlen. Der Rechner ist bereits mit der Schadsoftware infiziert, die wesentliche Teile des Betriebssystems verändert hat, um das Pop-Up zu generieren. Ein normaler Zugriff auf das Betriebssystem ist auch nach der rechtswidrig geforderten Zahlung nicht möglich. Die Sicherheitsbehörden arbeiten derzeit gemeinsam intensiv an einer Empfehlung, wie durch die Benutzer eine Bereinigung des infizierten Rechners erfolgen kann.

 

Generell gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht - Halten Sie deshalb den Update-Status ihres Betriebssystems und Ihrer genutzten Anti-Viren-Software immer auf dem aktuellen Stand. Dies erhöht die Chancen, dass es erst gar nicht zu einer Infektion mit der Schadsoftware kommt.

 

 

 

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