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BONN - Konzeptionsloser Aktionismus statt Respekt und Resultate

Posted by Jürgen (jbäuml) on Jun 12 2009 at 04:41
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BONN - Konzeptionsloser Aktionismus statt Respekt und Resultate

CGPT-Bundesvorsitzender kritisiert Unternehmenspolitik von Deutsche Post DHL

 

„Die Post für Deutschland macht im Sommer blau!“ so drückt Ulrich Bösl, Bundesvorsitzender der Christlichen Gewerkschaft Postservice und Telekommunikation (CGPT), die aktuellen Vorhaben des Vorstandes der Deutschen Post DHL aus.

So ist für Juli und August ein Aussetzen der Sonntagssortierung geplant, eine stark eingeschränkte Montagszustellung und eine gebündelte Sortierung der montags eingelieferten Briefsendungen. Dazu kommt noch die Umstellung der innerdeutschen Brieftransporte mit dem Wegfall der letzten Nachtluftpost-Verbindungen, sowie andere „Optimierungsmaßnahmen“.

„Diese Maßnahmen sind vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entscheidung zur Mehrwertsteuerbefreiung der Postleistungen und dem eigenen Anspruch der DP DHL als Qualitätsführer ein Schlag ins Gesicht von Kunden und Mitarbeitern. Wer erste Wahl am Markt, attraktivster Arbeitgeber und letztlich auch den Universaldienst in Deutschland erbringen will, muss zuverlässig agieren und beständig hochwertige Leistungen bieten. Für die Kolleginnen und Kollegen ist dieser Aktionismus in Krisenzeiten absolut demotivierend und kontraproduktiv für die Leistungsbereitschaft. Wenn sich das Management zu ehrgeizige Ziele setzt, keine klaren Konzepte erkennbar sind und die Kommunikation nach innen und außen mangelhaft ist, auch der Aufsichtsrat die Zeichen der Zeit nicht erkennt, dann ist die Solidität des Unternehmens akut gefährdet.“ betont Bösl weiter.

Als Dienstleistungsunternehmen ist die DP DHL klar von Kundenaufträgen und der wirtschaftlichen Gesamtsituation abhängig. In Krisenzeiten sind sowohl Mengenrückgänge als auch die wirtschaftlichen Auswirkungen nachvollziehbar. Jedoch ist echte, nachhaltige Innovation und die Beachtung klarer Leitlinien dabei wichtig. Für die CGPT spielen hierbei die Sicherung der existenziellen Interessen der Mitarbeiter und die Qualität, Zuverlässigkeit und Attraktivität der Dienstleistungen für die Kunden die wesentliche Rolle.

Die Interessen der Aktionäre stehen hierbei auch im Kontext „Eigentum verpflichtet“, was in Krisenzeiten eben auch den Verzicht auf optimistische Erträge und Dividenden bedeutet, um den langfristigen Bestand und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens zu sichern.

Die CGPT ist zu einem konstruktiven Dialog mit dem Unternehmen bereit, der die Existenzsicherung der Mitarbeiter und des Unternehmens für eine gemeinsame Zukunft zum Ziel hat.

Abschließend empfiehlt der CGPT-Vorsitzende: „Der Postvorstand ist aufgerufen aktiv zu sein – aber mit Respekt vor den Mitarbeitern und Vernunft und Weitblick, wenn es um die Erwartungen der Resultate geht.“ 

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