BUSECK / GI (ots) - Ausgerissenes Pferd sorgte für Aufregung auf der Autobahn |
| Posted by Jürgen (jbäuml) on Jul 30 2011 at 02:45 |
BUSECK / GI (ots) - Ausgerissenes Pferd sorgte für Aufregung auf der
Autobahn
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Für Aufregung sorgte am Freitagmorgen im Berufsverkehr ein Reitpferd auf
der A 485, zwischen Gießen und dem Gießener Nordkreuz. Der Auslauf des
ebenfalls aufgeregten Pferdes hatte keinen Schaden zur Folge. Eine beherzte
Autofahrerin fing es ein und brachte es zu einem Reiterhof nahe der Autobahn in
der Gemarkung Trohe.
Um 06.38 Uhr gingen die ersten der etwa zehn Anrufe bei der Polizei in
Gießen ein. Autofahrer meldeten ein Pferd im Bereich der Auffahrt Wieseck. Über
Rundfunkwarnmeldungen wurden die Autofahrer informiert. Das große schwarze
Reitpferd trabte zunächst auf dem Beschleunigungsstreifen und der rechten
Fahrspur in Richtung Gießen, dann wendete es und galoppierte dem Berufsverkehr
entgegen in Richtung Nordkreuz. Dabei wechselte es sogar noch -wie ein
Geisterfahrer- auf die zweite Fahrspur. Die zahlreich entgegenkommenden
Autofahrer reagierten aber, bremsten ab und schalteten die Warnblinker ihrer
Fahrzeuge ein. So waren die nachfolgenden gewarnt und es kam zu keinem Schaden.
Eine 52-jährige Autofahrerin aus Lollar befuhr in Staufenberg die Autobahn in
Richtung Gießen. In Höhe des Lollarer Kopfes, im Bereich des Nordkreuzes,
bemerkte sie ebenfalls die Staubildung und die Warnblinker der Vorderfahrzeuge.
Dann fiel ihr auch das zwischen den teils fast stehenden Autos und der
Mittelleitplanke entgegenkommende Pferd auf. Geistesgegenwärtig verließ die
52-Jährige ihr Fahrzeug und eilte dem Pferd entgegen. Mit ausgebreiteten Armen
brachte sie es zum Stehen. Selbst Pferdebesitzerin, wusste sie mit dem Tier umzugehen
und rief den anderen Autofahrern zu, dass sie einen Strick benötige. Einen
anderen wies sie an, er solle ihr Fahrzeug zur Seite fahren. Tatsächlich kam
auch ein Autofahrer und hatte einen Strick. Der anderer fuhr ihr Auto zur
Seite. Ortskundig führte sie nun das Reitpferd die Autobahn entlang bis zur
etwa drei Kilometer entfernten Anschlussstelle Wieseck. Dabei wurde sie
vorsorglich von den beiden Autofahrern mit Warnblinklicht begleitet. Auch an
der Zufahrt der Nordspange des Gießener Ringes und der Abfahrt Gießen Wieseck
sicherten die beiden Autofahrer die Pferde-Führerin mit ihren Fahrzeugen ab,
bis zu einem ihr bekannten Hof in der Gemarkung von Trohe, jenseits der
Autobahn gelegen. Hier gab sie das Pferd zur Aufbewahrung in eine umzäunte Koppel.
Die Polizei brachte dann die 52-Jährige wieder zurück zu ihrem an der Autobahn
abgestellten Pkw. Er war ja vorher von dem Autofahrer zur Seite gefahren worden
und der Fahrzeugschlüssel steckte noch. Doch wem war das Pferd und wo stammte
es her? Von dem Hof aus hatte die 52-Jährige neben der Polizei schon einen
Radiosender informieren lassen, damit man über Rundfunk nach den Eigentümern
suchen sollte. So kam es dann auch. Die Eigentümerin suchte bereits mit einigen
Bekannten nach dem Pferd. Sie hatte es zusammen mit zwei anderen auf einer
Weide in der Gemarkung in Nähe des Busecker Basaltwerkes. Um sieben Uhr hatte
sie am Morgen nach den Pferden sehen wollen und festgestellt, dass der Zaun
beschädigt war und alle drei Pferde fehlten. Rundum waren Maisäcker. So machte
sie sich auf die Suche und konnte auch schnell zwei Pferde hier entdecken und
zurückbringen. Das dritte Pferd war verschwunden. Sie verständigte Bekannte und
gemeinsam suchte man nach dem Pferd, bis sich jemand meldete und mitteilte, im
Radio habe man gesendet, dass auf dem bekannten Hof ein Pferd abgegeben worden
sei. So fand die Geschichte ein unfallfreies und glückliches Ende.

