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FULDA (pp-oh) - Polizeipräsidium Osthessen mit Rekord-Aufklärungsquote

Posted by Jürgen (jbäuml) on Mar 01 2011 at 05:13
Regional-Hessen-NEU >>

FULDA (pp-oh) -  Polizeipräsidium Osthessen mit Rekord-Aufklärungsquote

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Polizeipräsident Alfons Georg Hoff stellt "Polizeiliche Kriminalstatistik 2010" vor -

Bei einem deutlichen Straftatenrückgang von 4.4 Prozent - um 1.057 Fälle auf 22.800 Delikte - konnte das Polizeipräsidium Osthessen seine Rekordaufklärungsquote des Vorjahres von 63,4 Prozent noch einmal um 0,2 Prozentpunkte auf 63,6 Prozent steigern. Dies ist die beste Aufklärungsquote seit Bestehen des Polizeipräsidiums Osthessen, betont Polizeipräsident Alfons Georg Hoff anlässlich der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2010.

Mit diesem erneut herausragenden Erfolg - so Polizeipräsident Hoff - ist ein Ergebnis erzielt worden, das 5,3 Prozentpunkte über dem Landesdurchschnitt (58,3 Prozent) liegt.

Obwohl die Wohnbevölkerung in den drei osthessischen Landkreisen um 3.109 Einwohner auf 451.560 Einwohner abgenommen hat, ist die Häufigkeitszahl (Straftaten pro 100.000 Einwohner) von 5.247auf 5.049 gesunken. Sie unterschreitet auch im letzten Jahr die Häufigkeitszahl des ganzen Bundeslandes von 6.629 deutlich.

Die Anzahl der Straftaten gegen das Leben ist bei einer Aufklärungsquote von 75 Prozent von 22 auf 20 dieser schwersten Straftaten zurückgegangen.

Die Gewaltdelikte insgesamt sind deutlich um 103 Fälle (12,8 Prozent) von 802 auf 699 Delikte zurückgegangen.

Die Anzahl der Raubstraftaten ist mit 127 Delikten (Vorjahr 159 Fälle) um herausragende 20,1 Prozent rückläufig.

Bei den in der Kriminalstatistik nach Delikten zusammen gefassten "Rohheitstaten" ist ein Rückgang um 201 Straftaten (6,586 Prozent) auf 2.851 Fälle festzustellen. In dieser Zahl sind 1.884 Körperverletzungsdelikte enthalten, die von 1.943 Fällen ausgehend, also um 3 Prozent, abgenommen haben.

Die Straßenkriminalität ist in Osthessen mit einem leichten Anstieg um 68 Delikte von 3.678 auf 3.746 Fälle (1,8 Prozent) annähernd gleich geblieben. Damit stagniert ein kontinuierlicher Rückgang seit dem Jahr 2002, als in diesem Deliktsbereich noch 5.828 Fälle registriert wurden. Die intensiven Präventions-, Streifen- und Präsenzkonzepte in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit den osthessischen Städten und Gemeinden gilt es hier konsequent und engagiert fortzuführen, so Polizeipräsident Hoff bei der Vorstellung der Kriminalstatistik.

Die sogenannten einfachen Diebstähle konnten um 192 Fälle (4,2 Prozent) auf 4.417 Delikte zurückgedrängt werden. Die schweren Diebstähle sind nach einem besonders starken Rückgang um 17,91 Prozent im Vorjahr von 2.455 auf 2.569 Fälle und damit um 4,6 Prozent angestiegen.

Im Bereich des Wohnungseinbruchs ist in Osthessen ein Anstieg um 47 Fälle von 247 auf 294 Einbrüche (19 Prozent) registriert worden. Diese das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung besonders beeinträchtigenden Straftaten liegen zwar noch deutlich unter dem Spitzenwert des Jahres 2006 von 345 Fällen, fordern aber dennoch für die Zukunft unsere besondere Aufmerksamkeit. Neben besonderen Präventionsaktivitäten wie zum Beispiel Aufklärungsveranstaltungen und Beratungsangeboten an potentielle Opfer wird die polizeiliche Präsenz in Wohngebieten ebenso verstärkt werden, wie der Kontrolldruck auf Autobahnen und Durchfahrtsstraßen, um besonders auch reisende Täter zu ermitteln und abzuschrecken, versichert Polizeipräsident Hoff.

Auch Autoaufbrüche haben, nach rasanten Rückgängen in den letzten drei Jahren um 22, 30 und zuletzt 35,7 Prozent, um 26,27 Prozent (124 Fälle) im Jahr 2010 von 472 auf 596 Autoaufbrüche zugenommen.

Vermögens- und Fälschungsdelikten nahmen um 583 Fälle (8,1 Prozent) von 7.165 auf 6.582 Delikte ab. Der kontinuierliche Anstieg der letzten Jahre zum größten Anteil von zuletzt 30 Prozent dieser Straftaten an der Gesamtkriminalität kehrt sich damit auf einen Anteil von 28,9 Prozent um. Mit 30,6 Prozent stellen deshalb die Diebstahlsdelikte den größten Anteil am Straftatenaufkommen im Bereich des Polizeipräsidiums Osthessen.

 Die auch im abgelaufenen Jahr umfangreich durchgeführten polizeilichen Kontroll- und Ermittlungsaktivitäten führten zur Aufdeckung von 1.239 Rauschgiftdelikten. Das sind zwar insgesamt 72 Fälle (5,5 Prozent) weniger als im Vorjahr, aber im Bereich der besonders schwerwiegenden Rauschgiftdelikte des Handels und Schmuggels konnten 31 Fälle (16,7 Prozent) mehr aus dem sogenannten Dunkelfeld aufgehellt werden.  Insgesamt wurden im abgelaufenen Jahr 3.320 Bürgerinnen und Bürger Opfer von Straftaten (28,1 Prozent im Alter unter 21 Jahren), davon 806 Opfer von Gewaltkriminalität (34,3 Prozent unter 21 Jahre).

Im Jahr 2010 konnten in Osthessen 9.728 Tatverdächtige (in 2009: 9.636 Personen) ermittelt werden, von denen 76,38 Prozent männlichen Geschlechts waren. Der Anteil der Kinder betrug 326 Personen (3,4 Prozent), der Jugendlichen (14 - 18 Jahre) 947 (9,8 Prozent); Heranwachsende (18 - 21 Jahre) waren mit 945 (9,8 Prozent) enthalten und Erwachsene über 21 Jahren mit 7.526 (77,4 Prozent).

Zur Intensivierung der Präventionsarbeit im Bereich der Jugendkriminalität stellt Leitender Polizeidirektor Günther Voß die osthessischen Maßnahmen zur Umsetzung des landesweiten Konzepts "BASU21" (Besonders auffällige Straftäter unter 21 Jahren) vor, die zu einer dauerhaften Reduzierung der Jugenddelinquenz sowie einer damit einhergehenden Steigerung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung beitragen sollen. Durch die Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendhilfe unter "einem Dach" sollen behördliche Reaktionen und Sanktionen auf strafbares Verhalten junger Menschen beschleunigt und ein dauerhaftes Abgleiten in kriminelle Strukturen verhindern werden.

Mit den hervorragenden Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik beweist das Polizeipräsidium Osthessen den Erfolg seiner auch im vergangenen Jahr geleisteten Arbeit, betont Polizeipräsident Hoff. Das Ergebnis sei Ansporn, auch die kommenden Herausforderungen zum Wohle der osthessischen Bürgerinnen und Bürger zu meistern und das hohe Aufklärungsniveau zu halten.

Diese ausgesprochen positive Bilanz sei insbesondere durch das Zusammenwirken aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Osthessen und nicht zuletzt durch eine aufmerksame und mit der Polizei vertrauensvoll zusammenarbeitende Bevölkerung möglich gewesen, hob Polizeipräsident Alfons Georg Hoff abschließend hervor.

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