FULDA (pp-oh/ei-ms) - Osthessische Schülerinnen und Schüler stellten Ergebnisse ihrer medienpädagogischen Fortbildung im Hessischen Landtag vor |
| Posted by Jürgen (jbäuml) on May 11 2011 at 22:16 |
FULDA (pp-oh/ei-ms) - Osthessische Schülerinnen und Schüler stellten Ergebnisse ihrer medienpädagogischen Fortbildung im Hessischen Landtag vor
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Am Dienstag, den 3. Mai 2011 waren drei Delegationen aus osthessischen Schulen zu Gast im Hessischen Landtag. Dort präsentierten sie vor Abgeordneten gemeinsam mit Schülerinnen und Schüler vier weiterer hessischer Schulen ihre Arbeitsergebnisse aus dem Programm "FairStändnis für neue Medien - Medienethik und Zivilcourage fördern". Das Programm der kontextmedien GbR aus Gernsheim wurde im Auftrag des Netzwerks gegen Gewalt, der ressortübergreifenden Gewaltpräventionsinitiative in Hessen, entwickelt und umgesetzt. (Nähere Informationen unter www.netzwerk-gegen-gewalt.de, www.medienkompetenz-hessen.de ). Bis zum Frühjahr 2011 wurden dreizehn zweitägige Veranstaltungen in Schulen und Jugendhäusern in ganz Hessen durchgeführt.
Am Dienstag wurden nun die besten Ergebnisse dieser Arbeit von den daran beteiligen Jugendlichen zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern sowie den sie begleitenden Medienpädagoginnen vorgestellt. Ihre Videoclips hatten sie im Gepäck. Diese waren zuvor in Workshops entstanden. Zunächst hatten sie die Ideen zu den Clips in einem Storyboard in eine Form gebracht. Schließlich filmten, schnitten und vertonten sie diese. Am Ende entstanden Clips zu den Themenfeldern "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wie weit dürfen Medien gehen?", "Mobbing und Zivilcourage" sowie "Gefahren und Gefangen im Netz". Sie dienten und dienen den echten "Expertinnen und Experten", um mit Erwachsenen ins Gespräch zu kommen. Hintergrund dieser Gespräche ist, nicht über, sondern mit Jugendlichen zu sprechen. Dies geschah im Rahmen von Elternabenden oder pädagogischen Tagen, die die Jugendlichen zum größten Teil selbst gestalteten. Auch über Podiumsdiskussionen bis schließlich zur Veranstaltung im Landtag, die unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten Norbert Kartmann stand, erfolgte der Austausch. Dabei wurde deutlich wie engagiert sich die Jugendlichen tagtäglich und konstruktiv kritisch mit den Medien auseinandersetzen.
Acht Schülerinnen und Schüler der Richard-Müller-Schule aus Fulda waren mit ihrer Lehrerin Steinbach nach Wiesbaden gereist. Sie präsentierten einen Clip unter dem Titel "Prominent - Linda Logan". Frau Licht und Herr Lau von der Beruflichen Schule Bad Hersfeld präsentierten mit ihren 13 Schülerinnen und Schülern die Clips "Schau nicht weg" und "Falle im Internet". "Computer-Mobbing" lautete der Beitrag von Frau Roer und ihren vier Schülerinnen der Konrad-Duden-Schule in Bad Hersfeld. Als Experten für ihre (Medien)Welten und für die kreative Umsetzung ihrer Ideen, Gedanken und Appelle wurden alle Jugendlichen mit großem Applaus belohnt. Sichtlich stolz, erfreut und mit neuen Eindrücken traten sie nach einer durchaus gelungenen Veranstaltung ihre Heimreise an.
Weitere Informationen zum Programm "FairStändnis für neue Medien -Medienethik und Zivilcourage fördern" Das Programm "FairStändnis für neue Medien" wurde mit dem "Wege ins Netz 2010"-Preises des Bundeswirtschaftsministeriums ausgezeichnet.
Die Fortbildung trägt dazu bei, Zivilcourage und ein Verständnis von aktiv gelebter Demokratie mithilfe von neuen Medien zu leben und die eigene passive Konsumentenrolle kritisch zu hinterfragen. Es geht dabei immer darum, wie man mit neuen Medien seine Chance auf gesellschaftliche (auch politische) Teilhabe konstruktiv umsetzen kann.
Bei "FairStändnis für neue Medien" sind die von Medien transportierten Inhalte das Entscheidende. Es wird ein Bewusstsein für den kritischen Umgang mit Informationen, Werbebotschaften und Trends geschaffen. Es ist deshalb praktisch belanglos, welche Technik zur Mediennutzung verwendet wird. Damit wird eine lebenslang wirksame Grundlage - ein medienethisches Bewusstsein - gelegt, die wirksam ist, und zwar ganz unabhängig von der Art der Übermittlung einer Botschaft, sei es durch Fernsehen, über das Internet oder auch über heute noch nicht denkbare Informationstechnologien. Die Ergebnisse der konkreten Projekte vor Ort sind vielfältig. Viele Schülerinnen und Schüler setzen ihre Ideen in mit Handykameras gefilmten Videofilmen um. Andere, z.B. eine Klasse der Schule für Sehbehinderte und Blinde in Marburg, haben mithilfe eines Audioprogrammes Reflektionen zu dem Thema "Generationenkonflikt Medien" aufgenommen und auf deren Grundlage einen pädagogischen Tag an der eigenen Schule aktiv mitgestaltet.
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