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FULDATAL / KS (ots) - Wasserleichenfund bei Fuldatal

Posted by Jürgen (jbäuml) on Mar 09 2011 at 11:22
Regional-Hessen-NEU >>

FULDATAL / KS (ots) - Wasserleichenfund bei Fuldatal

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Bei dem Toten handelt es sich höchstwahrscheinlich um den am 15. Januar während der Flucht ins Wasser gesprungenen 32-Jährigen aus Kassel

Kassel (ots) - (Sehen Sie auch unsere Presseinfos von Samstag, den 15.Januar 2011, 6:02 Uhr: "Unbekannter Mann flüchtet mit Pkw vor der Polizei und springt nach Verkehrsunfall auf der weiteren Flucht im Bereich Fuldatal in den Flusslauf der Fulda" und von Montag, den 17.Januar 2011, 16:43 Uhr: "Kassel/Fuldatal: Vermisstenfall: Alle Suchmaßnahmen bislang ohne Erfolg; Bei dem Vermissten könnte es sich um einen 32 Jahre alten Mann aus Kassel handeln".)

Am gestrigen Montagnachmittag, gegen 14.30 Uhr, verständigte eine Spaziergängerin die Kasseler Polizei über einen an der Wasseroberfläche der Fulda und vom Ufer etwa 3 - 4 Meter entfernt treibenden Leichnam. Wehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Fuldatal ländeten daraufhin zwischen dem Klärwerk Simmershausen und der Staustufe Wahnhausen bei Flusskilometer 92,6 eine männliche Person, bei der es sich nach derzeitigem Ermittlungsstand höchstwahrscheinlich um den 32 Jahre alten Mann aus Kassel handelt, der seit dem 15. Januar dieses Jahres vermisst wird. Der Vermisste war damals vor einer Polizeistreife geflüchtet und hatte offenbar versucht, nachdem er einen Unfall auf der Landesstraße 3235 unmittelbar vor der Bundesstraße 3 hatte, die Fulda schwimmend zu durchqueren, um sich einer Kontrolle zu entziehen.

Obduktion ist für den morgigen Mittwoch vorgesehen

Um die Identität und Todesursache zweifelsfrei zu klären, ist für den morgigen Mittwoch eine Obduktion des Toten anberaumt. Nach den derzeitigen Ermittlungen der Beamten des Kommissariats K 11 der Kasseler Kripo handelt es sich höchstwahrscheinlich um den 32-Jährigen aus Kassel. Die körperlichen Merkmale und die beim Leichnam aufgefundenen persönlichen Gegenstände sprechen nahezu zu 100 Prozent für die Identität des seit Mitte Januar Vermissten.

Grund für Flucht vor der Polizei weiterhin unklar

Am frühen Samstagmorgen, des 15. Januar 2011, gegen 0:40 Uhr, hatte eine Funkstreife der Kasseler Polizei einen schwarzen Daimler Chrysler im Stadtteil Wesertor wahrgenommen. Der Fahrer des Wagens hatte beim Anblick des Streifenwagens sofort Gas gegeben und war in Richtung Fuldatalstraße geflüchtet. Mit überhöhter Geschwindigkeit flüchtete der Wagen über die Fuldatalstraße und die sich anschließende Landesstraße 3235 entlang der Fulda in Richtung Fuldatal. Unmittelbar vor der Bundesstraße 3 hatte der Fahrer offenbar auf Grund der überhöhten Fahrgeschwindigkeit die Kontrolle über den Wagen verloren und war in den angrenzenden Graben geschleudert. Der Mann setzte seine Flucht zu Fuß fort. Die verfolgenden Beamten hatten den Pkw kurzzeitig aus den Augen verloren und konnten an der Unfallstelle nur noch den führerlosen Wagen antreffen. Kurze Zeit später hörten sie aus Richtung der Hochwasser führenden Fulda Hilferufe, ohne diese konkret lokalisieren zu können. Die darauffolgenden umfangreichen und intensiven Suchmaßnahmen nach dem vermissten Fahrer verliefen trotz Einsatz von Feuerwehr und Polizei sowie DLRG Booten und Polizeihubschraubern mit Wärmebildkamera erfolglos. Warum der Mann die Flucht ergriffen hatte, ist bis heute nicht geklärt.

Die Ermittlungen nach dem Fahrer ergaben, dass es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen 32 Jahre alten Mann aus Kassel handelte, der den Wagen zuvor gekauft aber nicht auf seinen Namen umgemeldet hatte. Zudem war der Mann, der zu dieser Zeit eine Freiheitsstrafe wegen Vermögensdelikten in der JVA Kassel I, Zweiganstalt Baunatal, verbüßte, nicht aus einem genehmigten Hafturlaub bis Sonntag, den 16. Januar 2011, in die Einrichtung zurückgekehrt. Er galt seit dem Freitag, den 14. Januar 2011, wo er bei Hafturlaubsantritt zuletzt gesehen wurde, als vermisst.

Unter Betrachtung der Gesamtumstände handelt es sich bei dem gestern aus der Fulda geborgenen Mann, um den Eigentümer und Fahrer des flüchtenden Wagens vom 15. Januar 2011 bzw. um den 32-Jährigen, der noch bis September 2011 eine Haftstrafe zu verbüßen hätte. Die weiteren Ermittlungen werden beim Kommissariat K 11 der Kasseler Kripo geführt.

 

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