GIESSEN (aa) - Den regionalen Arbeitsmarkt positiv beeinflussen |
| Posted by Jürgen (jbäuml) on Apr 29 2011 at 15:19 |
GIESSEN (aa) - Den regionalen Arbeitsmarkt positiv beeinflussen
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Netzwerk aus Verbänden, Verwaltung und Politik gegründet, um den regionalen Arbeitsmarkt zu analysieren und positiv zu beeinflussen
Arbeitsmarktmonitor: neues Instrument zur Analyse des Arbeitsmarktes
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Die Bundesagentur für Arbeit will mit Hilfe eines neuen Instruments, des Arbeitsmarktmonitors, die Dynamik und Entwicklung regionaler Arbeitsmärkte für lokale Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik transparenter machen. Dazu haben sich für die hiesige Region Ernst Richter, Vorsitzender DGB Region Mittelhessen; Wolfgang Hofmann, Geschäftsführer des Jobcenter Gießen; Anita Schneider, Landrätin und Vorsitzende der Trägerversammlung des Jobcenter Gießen; Dr. Dirk Hohn, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände; Björn Hendrischke, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gießen und Harald Scherer, hauptamtlicher Stadtrat in Gießen, sowie von der Arbeitsagentur Gießen Susanne Rabe-Globuschütz, Geschäftsführerin Operativ und Eckart Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung in einem Steuerungskreis zusammengeschlossen.
Der Arbeitsmarktmonitor ist eine Internetplattform, die durch die Bundesagentur für Arbeit zu Beginn der Wirtschaftskrise konzipiert wurde und nun bundesweit eingeführt wird. Durch den Monitor werden die örtlich handelnden Akteure in die Lage versetzt, sich intensiv mit den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und den auf ihn wirkenden strukturellen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen.
„Mit dem Arbeitsmarktmonitor kann die Dynamik und Entwicklung auf dem heimischen Arbeitsmarkt dargestellt werden“, so Eckart Schäfer, Chef der Arbeitsagentur Gießen. „Durch die Verknüpfung verschiedener Statistiken und regional relevanter Daten werden branchenspezifische Beschäftigungsrisiken und auch- chancen abgebildet. Damit fällt es leichter die richtigen Fragen zu stellen und ein frühzeitiges Gegensteuern am regionalen Arbeitsmarkt einzuleiten.“ erklärt Schäfer.
In einer ersten Sitzung haben die Arbeitsagentur Gießen und ihre Partner, Vertreter aus Verbänden, Verwaltung und Politik, entschieden, sich zunächst der Verbesserung der Ausbildungsquote zu widmen. Damit soll dem steigenden Fachkräftebedarf entgegnet werden. Zudem möchte der Steuerungskreis Diskussionen und Prozesse anzustoßen sowie zu gemeinsamen Einsichten gelangen, um lokale Handlungspotenziale zu ergründen.
Schäfer: " Die Arbeitsmarktdaten belegen, dass die Region Gießen im Vergleich zu anderen Regionen in Hessen und im Bund zahlreiche Stärken aufweist. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ist es wichtig, dass zukünftige Herausforderungen rechtzeitig aufgegriffen werden. Gemeinsam wollen wir Strategien für die Menschen und Unternehmen entwickeln und bestehende Netzwerke unterstützen.“
Hintergrundinfos
Mit Hilfe des Monitors will die Arbeitsagentur die Dynamik und Entwicklung regionaler Arbeitsmärkte für lokale Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik transparenter machen. Dazu werden Kennzahlen aus 88 Branchen zusammengetragen und miteinander verknüpft. Neben Umsatzentwicklung, Auftragseingang, Auftragsreichweite, Exportabhängigkeit, Ifo-Geschäftsklima-Index fließen auch Sonderfaktoren -wie Refinanzierungsbedarfe- in die Bewertung ein. Darüber hinaus werden strukturprägende Faktoren der Region erfasst. Hierzu gehören die Bevölkerungsentwicklung, die soziale Lage und der Bildungsgrad der Arbeitnehmer. Zur Analyse dient auch der Anteil von Jugendlichen, Älteren und Frauen an den Beschäftigten. Berücksichtigt werden ferner Wanderungssalden junger Arbeitskräfte sowie der Anteil Haushalte, die Leistungen der Grundsicherung beziehen. Alle Daten werden halbjährlich aktualisiert.
Die Informationen stehen den Arbeitsmarktakteuren auf einer Internetplattform zur Verfügung und können zielgerichtet miteinander kombiniert werden. Auf diese Weise entsteht ein differenziertes Bild des lokalen Wirtschaftsraums, das hilft, Zusammenhänge schneller und konkreter zu erkennen und wirksame Strategien abzuleiten. Das Programm bietet Interpretationshilfen und aussagekräftige Vergleiche mit jeder anderen Region in Deutschland.
Der Regionale Arbeitsmarktmonitor weist kurzfristige Arbeitsmarktchancen und -risiken aus. Er beschreibt so das "Beschäftigungsrisiko" einer Region. Aber auch die mittel- und langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten werden als "Arbeitsmarktverfassung" und Entwicklungspotenziale" abgebildet.

