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GIESSEN (ots) - Polizei nahm drei Rezeptfälscher fest

Posted by Jürgen (jbäuml) on Mar 02 2011 at 17:52
Regional-Hessen-NEU >>

GIESSEN (ots) - Polizei nahm drei Rezeptfälscher fest 

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Schaden von etwa 100.000 Euro verhindert

Die Kripo Gießen nahm am Dienstag, 01. März in der Giessener Innenstadt drei Männer wegen versuchten Betrugs mit gefälschten Rezepten vorläufig fest und verhinderte damit höchst wahrscheinlich einen Schaden in Höhe von etwa 100.000 Euro. Gegen die polizeibekannten Festgenommenen, einen 38 Jährigen aus Fernwald, einen 33 Jährigen aus Bad Emstal und einen 31 Jährigen aus Bad Arolsen lagen keine ausreichenden Haftgründe vor.

Am Dienstagvormittag erhielt die Polizei aus einer Apotheke in der Innenstadt den Hinweis, dass es noch im Laufe des Tages möglicherweise zur Einlösung eines gefälschten Rezeptes für Medikamente im Wert von 9.000 Euro kommt. Tatsächlich nahmen Zivilfahnder um kurz nach 14 Uhr einen 38-jährigen Mann fest. Der in Fernwald wohnende Mann hatte versucht, mit einem offensichtlich gefälschten Rezept Präparate für an HIV oder Hepatitis erkrankte Menschen zu erlangen. Der Wert dieser Medizin betrug fast 9.000 Euro. Während der Observation bemerkte die Kripo einen VW Passat mit auswärtigem Kennzeichen. Das sehr auffällige Verhalten der beiden Insassen, sie parkten in unmittelbarer Nähe der Apotheke und beobachteten diese ständig, veranlasste die Fahnder, den Wagen und die Männer unmittelbar nach der Festnahme des Fernwalders zu kontrollieren. Die Durchsuchung des Autos führte zur Sicherstellung von 12 weiteren, gleichen, gefälschten Rezepten. Im Auto fanden die Ermittler zusätzlich einen Zettel, auf dem die Namen und Anschriften diverser Apotheken zwischen Gießen und Marburg standen. Die Festnahme von Fahrer und Beifahrer folgte.

Die Kripo geht derzeit davon aus, dass die Männer vorhatten, noch am gleichen Tag alle Rezepte in diesen Apotheken einzulösen. Das hätte zu einem Schaden von etwa 100.000 Euro geführt. Die Festgenommenen äußerten sich bislang nur sehr zurückhaltend. Insbesondere schwiegen und schweigen sie zur beabsichtigten Verwendung der Medikamente. Aufgrund der Ermittlungen besteht der Verdacht, dass die Männer bundesweit agierten. Die Ermittlungen dauern an.

 

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