WILDFLECKEN / KIS - Nach tödlichem Messerstich gegen Ehemann - Hinweise für Notwehrsituation |
| Posted by Jürgen (jbäuml) on May 16 2009 at 02:34 |

WILDFLECKEN / KIS - Nach tödlichem Messerstich gegen Ehemann - Hinweise für Notwehrsituation
Nach dem gewaltsamen Tod eines 54-Jährigen in der Nacht zum Donnerstag befindet sich die zwischenzeitlich festgenommene Ehefrau jedenfalls vorläufig wieder auf freiem Fuß, da möglicherweise eine Notwehrsituation vorlag. Wie die Obduktion ergeben hatte, war der Mann nach einem Messerstich in den Oberkörper gestorben.
Nach den Erkenntnissen, die sich aus den Vernehmungen am Donnerstag ergaben, hatten sich der 54-Jährige und seine drei Jahre jüngere Ehefrau am Mittwochabend wieder einmal heftig gestritten, wobei auch Alkohol konsumiert worden war. Nach Angaben der 51-Jährigen eskalierte die Auseinandersetzung. Als sie dann von ihrem Mann erneut körperlich attackiert worden sei, habe sie sich mit einem Küchenmesser gewehrt und ihrem Mann einen Stich versetzt. Genau dieser Stich führte - so das Ergebnis einer am Donnerstagnachmittag durchgeführten Obduktion - zum Tod des Ehemannes.
Nach den Angaben seiner Frau habe sich der 54-Jährige nach dem Streit noch vor Mitternacht auf die Couch gelegt. Sie sei nicht von einer schweren Verletzung bei ihrem Ehemann ausgegangen und zu Bett gegangen. Als sie gegen 04:30 Uhr wieder wach geworden sei, habe sie festgestellt, dass ihr Mann offenbar tot war. Danach verständigte die 51-Jährige den Rettungsdienst. Für den Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät.
Da sich relativ bald herauskristallisiert hatte, dass die Ehefrau etwas mit dem Tod ihres Ehemannes zu tun haben musste, wurde sie im Laufe des Donnerstags vorläufig festgenommen. Die 51-Jährige wurde zunächst nach Würzburg gebracht, wo ein Gerichtsmediziner ihre Verletzungen begutachtete. Anschließend wurden in Schweinfurt die Vernehmungen durch Beamte der Kriminalpolizei Schweinfurt durchgeführt. Am Abend entschied die die Staatsanwaltschaft, die Frau wieder auf freien Fuß zu setzen, da ein dringender Tatverdacht für eine vorsätzliches Tötungsdelikt derzeit nicht gegeben ist.
Die gemeinsamen Ermittlungen der Kripo und Staatsanwaltschaft Schweinfurt dauern an. Von deren Ergebnis wird anhängen, ob und mit welcher Beschuldigung die Frau für ihr Verhalten zur Verantwortung gezogen werden wird.
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